3.10 Kleinwallstadt – Franken – Spessart – Bayern – Wasserschloss Mespelbrunn – Deutschland
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Der Ort Kleinwallstadt

Der Marktflecken Kleinwallstadt liegt, sich an den Main anschmiegend, zwischen den Ausläufern des Spessarts und des Odenwalds. Die ehemalige kurmainzische Vogtei mit ihrem Zehntgericht hat sich in ihrer über 900jährigen Geschichte zu einer ruhigen Wohngemeinde mit kleinstädtischem Charakter entwickelt. Zusammen mit dem etwas versteckt im malerischen Spessarttal gelegenen Ortsteil Hofstetten bietet sie dem Gast zwanglose Erholung. Schöne Spaziergänge am Mainufer oder am Plattenberg eröffnen reizvolle Ausblicke über Odenwald, Spessart und Main. Ruhebänke laden immer wieder zum Verweilen und Ausruhen ein. Den Wanderer locken gut markierte Wege zu größeren und kleineren Touren in die herrlichen Spessartwälder, in denen auch heute noch das leise Raunen der Eichen und Buchen von Sagen und Märchen für den Empfänglichen zu hören ist. Der Petrijünger kann sein Anglerglück im nahen Main versuchen. Für sportliche Abwechslung und Entspannung sorgen ein beheiztes Hallenbad und eine Tennisanlage.

Die fränkische Küche und der fränkische Wein garantieren köstliche Gaumenfreuden. Reizvolle Ausflüge zu romantischen Winzerdörfern und mittelalterlichen Burgen und Schlössern in der näheren Umgebung sind einmalige Erlebnisse. Aschaffenburg mit seinem Schloss Johannisburg lockt ebenso wie das sagenumwobene Wasserschloss Mespelbrunn oder das mittelalterliche Miltenberg mit seinen verträumten Fachwerkhäusern zu einem Kurzausflug mit Bahn, Bus oder Dampfer. Zu erreichen ist Kleinwallstadt leicht mit der Bahn oder über die Autobahn A 3, Abfahrt Aschaffenburg.

Zur Geschichte

Kleinwallstadt ist eine alte und zugleich moderne, aufstrebende Gemeinde. Der Ort war schon sehr früh besiedelt. Bodenfunde aus der Hallstadtzeit weisen auf die vorgeschichtlichen Bewohner hin. Bei einem neuen Fund (1980) wurden neben weiblichen Skelettresten schöne Grabbeigaben aus alemannischer Zeit (4. bis 5. Jahrhundert) zu Tage gefördert. Schon im frühen 8. Jahrhundert wurde der Ort von den Klöstern Lorsch und Amorbach missioniert. Im Jahre 1023 wurde in Kleinwallstadt, auch Bischofswallstadt genannt, vom Erzbischof von Mainz eine Vogtei und ein Zehntgericht für einen großen Teil des Spessarts eingesetzt. Die Herren von Wallstadt, auch Vocke oder Vogte genannt, residierten bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1624 auf dem Waldschloss, dessen Reste noch heute in der Waldabteilung "Altes Schloss" zu sehen sind.

Da während der großen Heimsuchung im Dreißigjährigen Krieg Kleinwallstadt sehr mitgenommen wurde und sämtliche Aufzeichnungen und Urkunden vernichtet waren, erließ der Erzbischof von Mainz 1733 für Kleinwallstadt und seine umliegenden Dorfschaften eine neue Zunftordnung. Daraus geht hervor, dass vormals in Kleinwallstadt und Umgebung schon reges Gewerbetreiben herrschte, denn sie zählt 17 Berufe auf wie Bender, Bierbrauer, Zimmermann, Maurer, Häfner, Färber, Glaser, Strümpfweber und Leineweber. Aus den selben Gründen wurden die sicher schon früher gewährten Marktrechte 1737 vom Kurfürst von Mainz bestätigt und verbrieft.

Im 20. Jahrhundert wandelte sich das bis dahin bäuerlich-handwerklich strukturierte Kleinwallstadt durch den Einfluss der Industrialisierung grundlegend. Dies führte auch zu einem Anstieg der Einwohnerzahl und einer baulichen Erweiterung um den alten Ortskern. Im Norden, Osten und Südosten entstanden aufgelockerte Neubaugebiete, die flächenmäßig den alten Ort um ein Vielfaches übertreffen. Hinzu kam im Jahre 1971 die Eingemeindung des Nachbarortes Hofstetten, wodurch die Zahl der Einwohner heute etwa 5000 beträgt. Mittelpunkt blieb aber der alte Ortskern mit dem alten und neuen Rathaus und der Pfarrkirche. Die alte Ortsmauer mit den beiden Turmresten lässt die ursprüngliche Anlage als langgestrecktes Rechteck noch klar erkennen.

Der Ortsteil Hofstetten, schon vor 5500 Jahren in der Jungsteinzeit besiedelt, entwickelte sich aus einem karolingischen Rastplatz im Hochmittelalter unter den Grafen von Rieneck zu einem bäuerlichen Dorf. Aber auch hier ist die Zeit nicht stehen geblieben. Heute stellt sich Hofstetten, in landschaftlich schöner Lage, als moderne Siedlung dar.

Sehenswertes

Kirche St. Petrus und Paulus

Die katholische Pfarrkirche St. Petrus und Paulus ist ein flachgedeckter Saalbau aus dem 18. Jahrhundert. 1961/1962 wurde er erweitert. Der ehemalige frühgotische Chorturm stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Imposant ist der Hochaltar von Johann Georg Dechant aus Wörth mit einem Gemälde von Jakob Conrad Bechthold. Nördlich der Kirche befinden sich Reste einer alten Kirchhofmauer mit Teilen eines frühgotischen Baus.

Rathaus

Das alte Rathaus ist ein zweigeschossiger Renaissancebau aus dem Jahre 1773 mit Polygonalerkern an den Ecken.

Main - Weißer Main, Roter Main bis zur Mündung in den Rhein

1 Bamberg – Randersacker

2 Würzburg – Marktheidenfeld

3 Wertheim – Niedernberg

4 Aschaffenburg – Frankfurt

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