3.07 Klingenberg – Bayern – Franken – Maintal
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Die Stadt Klingenberg

Klingenberg mit den Ortsteilen Röllfeld und Trennfurt zählt etwa 6200 Einwohner. Die Stadt liegt im Maintal und ist umgeben von Wäldern und Weinbergen. Berühmt ist sie vor allem für ihren Rotwein. Neben Bürgstadt ist Klingenberg die größte Rotweingemeinde Frankens. Auf weit mehr als der Hälfte der Rebflächen wird Rotwein angebaut. Er verdankt seine hohe Qualität unter anderem der starken Sonneneinstrahlung auf Flächen bis zu 70% Neigung. Verköstigen kann man ihn beispielsweise während der Klingenberger Weintage und dem jährlich im August stattfindenden Winzerfest, das zu den ältesten Weinfesten am Main zählt. Ausgeschenkt wird er aber auch bei der alljährlich am letzten Sonntag im Juni veranstalteten Weinbergswanderung. Zum Fest- und Veranstaltungskalender der Stadt gehören unter anderem auch die Clingenburg-Festspiele, ein Ostermarkt, ein Weihnachtsmarkt. 

Klingenberg kann auf eine große historische Vergangenheit zurückblicken. Zeugnisse der Geschichte sind unter anderem ein römischer Weihestein, ein frühmittelalterlicher Ringwall und der alemannische Grubinger Kirchhof. Die staufische Clingenburg wurde um 1177 von dem kaiserlichen Mundschenk Conradus Colbo erbaut. Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes Klingenberg stammt aus dem Jahre 1276. Eine weitere Urkunde von 1298 bezeugt bereits den Weinbau.

1505 kam Klingenberg an das Erzstift Mainz und 1814 an das Königreich Bayern. Für großen Reichtum sorgte neben dem Weinbau vor allem das wertvolle Tonvorkommen. Schon Mitte des 17. Jahrhunderts wurde in Klingenberg Ton abgebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts konnte die Stadt mit dem Erlös aus dem Bergwerk eine neue Schule, eine Brücke, Kanalisation und Wasserleitungen finanzieren. Es blieb sogar noch Geld zum Feiern übrig. Und damit nicht genug: Während man in anderen Orten von Steuerfreiheit nur träumen konnte, erhielten die Klingenberger jedes Jahr am Dreikönigsfest sogar noch ein so genanntes Bürgergeld von bis zu 400 Goldmark ausgezahlt.

Wer Erholung sucht, findet in Klingenberg vielfältige Möglichkeiten vor. Gut markierte Wanderwege laden zum Wandern durch die Weinberge und Wälder ein. Durch Klingenberg führt auch der Rotweinwanderweg, der in Großwallstadt beginnt und in Bürgstadt endet. Idyllisch ist die zum Tonbergwerk führende Schlucht gelegen. Radwege verlaufen auf beiden Seiten des Maintales zwischen Mltenberg und Aschaffenburg. Dem natürlichen Flussverlauf folgend, überwindet der Radfahrer idyllische Strecken ohne nennenswerte Höhenunterschiede. Durch die Nähe der Maintalbahn besteht auch die Möglichkeit einer An- oder Rückreise per Bahn mit Fahrradmitnahme.

Wasserratten kommen im Freibad des Klingenberger Stadtteils Trennfurt auf ihre Kosten. Das Bad liegt am Main mit direktem Blick auf die mit Weinbergen umgebene historische Clingenburg. Mit 9 Meter Höhe und 95 Meter Länge besitzt das Bad die größte freistehende Wasserrutsche Nordbayerns. Neben einem Sport- und Nichtschwimmerbecken gibt es auch ein Kinderplanschbecken. Auf der großen Liegewiese findet jeder ein ruhiges Plätzchen zum Sonnen. Tischtennis und Strandvolleyball gehören zum Angebot für sportlich Aktive.

Sehenswertes

Clingenburg

Die heute nur noch als Ruine erhaltene Clingenburg, die stolz über der Stadt wacht, wurde 1177 von Conradus Colbo, dem Mundschenk von Kaiser Friedrich Barbarossa, erbaut. Sie zerfiel, als sie nach dem Bau des Stadtschlosses im Jahre 1560 nicht mehr benötigt wurde. Von der Burg aus bietet sich ein hervorragender Ausblick auf die Klingenberger Altstadt. 

Ringwallanlage

Die Ringwallanlage, deren genaue Herkunft bis heute nicht geklärt ist, besteht aus einem äußeren, großen Bering und einem Kernwerk.

Aussichtsturm

Der 1903 errichtete Aussichtsturm hatte früher farbige, bleiverglaste Fenster. Zu seinen Füßen steht eine Schutzhütte des Wandervereins. Man erreicht den Aussichtsturm von der Burg aus, wo kostenlose Parkplätze zur Verfügung stehen. Von dort aus gibt es mehrere Fußwege. Vom Turm hat man eine herrliche Aussicht ins Maintal und auf die umliegenden Ortschaften. Wegen des baumbewachsenen Hangs ist die Klingenberger Altstadt selbst nicht zu sehen.

Altstadt

Die Altstadt im mittelalterlichen Stadtkern entstand um 1560. Sie wird von vielen Fachwerkhäusern und beschaulichen Gassen geprägt.

Stadtschloss

Das dreigeschossige Stadtschloss im Renaissancestil wurde 1560 vom Amtmann Leonhard Kottwitz von Aulenbach errichtet. Ab 1693 gehörte es der Familie von Mairhofen. Im Hof findet man einen steinernen Ziehbrunnen von 1576. Ein Überrest des früheren Schlossparks ist der herrlich angelegte Rosengarten. Er lädt zum Spazieren und Ausruhen ein. 

Altes Rathaus

Das Alte Rathaus wurde ab 1855 als Kinderverwahranstalt und später als Postamt sowie als Büro- und Bankgebäude genutzt.

Grubinger Kirchhof

Der Grubinger Kirchhof an der Straße zwischen Röllfeld und Großheubach stammt aus alemannischer Zeit. Er wurde Ende der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts restauriert.

Pfarrkirche St. Pankratius

Die katholische Pfarrkirche St. Pankratius wurde im Jahre 1575 als Grabkapelle der Adelsfamilie Kottwitz von Aulenbach errichtet. Die Ausstattung der Kirche ist neugotisch. Das Epitaph des Stifters Hans Leonhard Kottwitz von Aulenbach und seiner Gattin Brigitta von Ehrenberg (links vom Altar) und das des Augustin Maximilian, Freiherr von Mairhofen (rechts vom Altar), sind sehenswerte Steinmetzarbeiten. Ebenso sehenswert ist der Kreuzweg des Bildhauers Heinz Schiestl aus Würzburg von 1905.

Stadtteil Röllfeld

Der Ortsteil Röllfeld wurde erstmals im 10. Jahrhundert in einer Evangelienhandschrift der Abtei Seligenstadt genannt. Der Ort gehörte links des Bachs zu Grubingen, später zu Breuberg-Wertheim und dem Deutschen Orden. Der linke Teil kam 1483 durch Tausch und der rechte nach dem Aussterben der Bickenbacher an Mainz. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts war Röllfeld vollständig dem Amt Klingenberg zugeordnet.

Stadtteil Trennfurt

Trennfurt hieß ursprünglich "Triebenfurt" und ist damit nach einem Viehtrieb benannt. Es wurde im gleichen Evangeliar wie Röllfeld erstmals erwähnt. Von Anfang an gehörte es zur Herrschaft Clingenburg und ging mit dieser später an Mainz über. Am Kirchplatz findet man noch Reste einer Wehrkirche. Unter dem Mainzer Kurfürst Johann Friedrich Karl von Ostheim wurde 1774 die Pfarrkirche St. Maria Magdalena von dem Miltenberger Baumeister Johann Martin Schmidt gebaut. 1952 wurde sie stark erweitert. Bei einem Brand 1975 wurde sie zu großen Teilen zerstört. Dabei gingen auch wertvolle Gemälde verloren. Schon im November 1976 war aber der Wiederaufbau vollendet. Im Innern des Turmeingangs steht ein römischer Votivstein aus dem Jahre 212.

Main - Weißer Main, Roter Main bis zur Mündung in den Rhein

1 Bamberg – Randersacker

2 Würzburg – Marktheidenfeld

3 Wertheim – Niedernberg

4 Aschaffenburg – Frankfurt

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