3.05 Bürgstadt – Bayern – Unterfranken – Erf – Nibelungenstraße – Landkreis Miltenberg
Deutschland Weinbaugemeinde Heimatmuseum in der Mittelmühle Winzerfest Straßenfest Hoffest Weinbau Pfarrkirche St. Margareta Martinskapelle Zentgrafenkapelle Zentgrafenberg
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Ort und Umgebung Bürgstadt

Der Weinort Bürgstadt liegt an der Nibelungenstraße, an der Mündung des Flüsschens Erf am südwestlichen Knick des Mainvierecks. Die Gemeinde zählt etwa 4000 Einwohner. Von hier aus hat man Anschluss an interessante Orte wie Rothenburg ob der Tauber, Heidelberg oder Mespelbrunn. Die historische Altstadt von Miltenberg ist in 15 Minuten Fußweg zu erreichen. Weitab von industriellem Lärm bietet Bürgstadt Erholung und ist doch von großen Städten (Frankfurt, Würzburg, Heidelberg) rundum in 60 Kilometer Luftlinie erreichbar. 

Bürgstadt präsentiert seine Tradition in einer natürlichen Landschaft. Eine Reihe historisch wertvoller Bauwerke zeugt von dieser Größe. Die sicherlich älteste Anlage aus früherer Zeit ist der Ringwall auf dem Bürgstadter Berg mit Heunenfässern und Heunensteinen. Er diente in vorgeschichtlicher Zeit (Jungsteinzeit) dem Schutz der Siedler. Sehenswert sind auch die Martinskapelle, die alte Pfarrkirche, das alte Rathaus und die Ruine der Zentgrafenkapelle aus dem 16. Jahrhundert im Wald über dem Ort.

Zur geschichtlichen Tradition gehört in Bürgstadt auch der Weinbau. Das gute Klima am Zentgrafenberg, der rote Sandstein, moderne Anbaumethoden und das Qualitätsstreben der Winzer sind Garanten für einen erlesenen Wein, der weithin im süddeutschen Raum bekannt und auf den besten Weinkarten des Landes zu finden ist. Jeder zweite Rebstock ist ein Spätburgunder. Man trifft sich bei fröhlicher Runde im Weinkeller zur Weinprobe oder kostet die Rot- und Weißweine bei einer deftigen Vespermahlzeit. Das Bürgstadter Winzerfest um den Feiertag Christi Himmelfahrt im Mai gehört ebenso zu den Höhepunkten im Jahreslauf wie das historische Straßen- und Hoffest jeweils am zweiten Wochenende im Juli. Zum sympathischen Charakter der Gemeinde trägt auch die vorzügliche Gastronomie bei. Vom gutbürgerlichen Wirtshaus über Biergarten und Cafe bis zum feinen Restaurant mit fränkischer Küche geht die Bandbreite der Bürgstadter Gastlichkeit.

Die Bergzüge des Odenwalds rahmen Weinberge, Fluren und Ortschaft ein. Die Höhen des Spessarts ergänzen das Bild auf der gegenüberliegenden Mainseite. Dem Spaziergänger bieten sich so an Main und Erf entlang, über Wiesen und Felder bis hinaus durch die Weinberge reizvolle Wanderungen an. Überregional verbindet der Rotweinwanderweg die Weinorte von Bürgstadt über Klingenberg nach Großwallstadt. Die historische Zentgrafenkapelle und die Ringwallausgrabungen (3000 v.Chr.) sind ebenfalls über gut ausgebaute Wanderwege zu erreichen. Ob Rundwanderungen, kleinere oder größere Touren - das Wegenetz setzt dem Wanderer in Richtung und Dauer keine Grenzen. 

Eine besondere Freizeitattraktion in Bürgstadt ist zweifelsohne das großzügig angelegte, beheizte Freibad mit Großwasserrutsche. Sportplätze, Tennisplätze und Tennishalle mit Squashfeldern und Spielplätze für die Kleinen bieten reichlich Möglichkeiten für sportliche Betätigung und Freizeitvergnügen. In beiden Richtungen des Maintals und ins "Liebliche Taubertal" stehen ausgebaute Fahrradwege flussauf- und flussabwärts zur Verfügung.

Sehenswertes

Pfarrkirche St. Margareta

Die katholische Pfarrkirche St. Margareta war ursprünglich ein einschiffiger Bau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammt auch der kreuzrippengewölbte Chorturm. 1437 wurde das Gotteshaus verändert und 1607 durch ein Nordschiff und nach Westen hin erweitert. 

Über dem Südportal befindet sich ein eingemauertes Bogenfeld mit der Auferstehung Christi aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Sehenswert im Innenraum der Kirche sind die Altäre aus der Zeit um 1720, die Kanzel (um 1750), Grabdenkmäler aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Holzfiguren aus der gleichen Zeit und eine augsburgische Monstranz aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. 

Martinskapelle

Die katholische St. Martinskapelle ist ein einfacher Saalbau mit einem ungefähr quadratischen Chor. Ihre Anfänge gehen zurück in die Zeit der Romanik. Um 1430 entstand das spätgotische Westportal mit einem Martinsrelief und musizierenden Engeln unter dem Türsturz. Die Türbeschläge stammen aus der gleichen Zeit. 

Originell ist die geschlossene Ausmalung des Langhauses von 1593. An den Längswänden findet der Betrachter in Form von Medaillons Szenen aus der Heilsgeschichte. Über dem Chorbogen ist das Jüngste Gericht dargestellt. Die Holzdecke ist mit Grotesken und figürlichen Medaillons geschmückt. Der Hochaltar stammt aus der Zeit um 1600, wurde aber barockisiert. Die Kreuzigungsgruppe entstand um 1500.

Rathaus

Das Rathaus wurde in den Jahren 1590 bis 1592 erbaut. Sehenswert an dem zweigeschossigen Renaissancebau sind die gut behandelten Volutengiebeln am hohen Dach. Im Erdgeschoss befindet sich eine gewölbte Halle. Sie ist auf Rundpfeilern errichtet. Der Sitzungssaal wird von Wappenscheiben geschmückt. Drei davon sind aus dem Jahre 1593; drei stammen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Main - Weißer Main, Roter Main bis zur Mündung in den Rhein

1 Bamberg – Randersacker

2 Würzburg – Marktheidenfeld

3 Wertheim – Niedernberg

4 Aschaffenburg – Frankfurt

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