1.06 Sulzfeld – Deutschland – Bayern – Kreis Kitzingen – Kraichgau
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Der Ort Sulzfeld

Die Weinbaugemeinde Sulzfeld mit rund 4500 Einwohnern liegt im Kraichgau am Maindreieck. Erreichbar ist der Ort über die Autobahnen A 5, A 6 und A 8. Mit der Stadtbahn Baden-Baden-Karlsruhe-Heilbronn kann man Sulzfeld auch ohne eigenes Verkehrsmittel erreichen. 

Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Ravensburg und dem Geschlecht der Freiherren Göler von Ravensburg verbunden. Aber nicht nur die Burg ist ein beliebtes Ausflugsziel. Zum Reiz Sulzfelds trägt auch die noch komplett erhaltene, mit Weinreben und Efeu bewachsene Stadtmauer bei, die im Jahre 1461 immerhin dem Angriff des Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg-Kulmbach trotzte. Innerhalb des Mauerrings hat sich ein Dorfidyll erhalten, vor allem dadurch, dass die Gassen zu eng und zu steil sind, um einen geregelten Durchgangsverkehr zu erlauben. Parkende Autos wirken wie ein Fremdkörper in dem Stadtbild Sulzfelds, das geprägt ist von liebevoll gepflegten Fachwerk- und Natursteinhäusern. Eindrucksvoll sind auch die vielen Türme, darunter drei Tortürme, von denen jeder ein anderes, eigenes Aussehen hat.

In einer Landschaft zwischen Wäldern, Wiesen und Weinbergen findet der Gast in Sulzfeld Ruhe und Erholung. Aktivurlaubern steht ein gut ausgebautes Wegenetz für Wanderungen und Radtouren in einer abwechslungsreichen Landschaft zur Verfügung. Das Angebot an Freizeiteinrichtungen, die von den Gästen genutzt werden können, reicht von Tennisplätzen, einer Minigolfanlage und einem Schießstand des Schützenvereins Sulzfeld bis zu einer Grillhütte am Effeldrichwald.

In Sulzfeld hat der Weinbau eine lange Tradition. 1245 wurde er erstmalig urkundlich erwähnt. Mit fast 100 Hektar Rebfläche ist der Ort zugleich eine der größten Weinbaugemeinden Nordbadens. Besonderen Wert legt man in Sulzfeld auch auf Bratwürste, die hier nicht per Stück oder Paar, sondern nach Metern verkauft werden. Während des Sulzfelder Weinfestes alljährlich am ersten Septemberwochenende verwandeln sich der Platz vor dem Rathaus und die anschließende Maingasse in eine einzige Freiluft-Schenke. Aber auch andere Feste und Märkte, wie der Märzenmarkt, der Kerwenmarkt oder der Christkindlesmarkt, haben ihren festen Platz im Sulzfelder Veranstaltungskalender.

Zur Geschichte

Die Entdeckung eines Gräberfeldes der späten fränkischen Reihengräberkultur auf der Gemarkung Sulzfeld belegt, dass dieses Gebiet schon vor der ersten Erwähnung des Ortes besiedelt war. Im Jahre 1075 wurde Sulzfeld dann erstmals urkundlich genannt. Im "Codex Hisaugensis" ist nachzulesen, dass der Ort um das Jahr 1060 von der Kaiserin Agnes mit fünf Huben Land belehnt wurde. Mit dem Bau der Ravensburg wurde um 1200 begonnen. Sie ist heute das Wahrzeichen Sulzfelds. Im Verlauf des 13. Jahrhunderts wurden dann der Bergfried und die gesamte Anlage errichtet. Sie ist noch heute im Grundriss weitgehend so erhalten. Um das Jahr 1420 wurde Sulzfeld mit einem Befestigungsring umgeben.

Verschiedene Kriege hinterließen auch in Sulzfeld ihre Spuren. Während der Ort vom Bauernkrieg verschont blieb, hausten hier nach dem Sieg Karls V. im Schmalkaldischen Krieg die Spanier unter dem Befehl des Herzogs Alba. Burg und Ort wurden besetzt und geplündert. Im Dreißigjährigen Krieg litten Burg und Dorf durch die Truppen Tillys. Die meisten Häuser in Sulzfeld gingen in Flammen auf. Die Pest tat ihres dazu, dass der Ort 1648 nur noch rund 60 Einwohner zählte. Am Wiederaufbau hatten Einwanderer, vor allem aus der Schweiz, einen großen Anteil.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts litt die Bevölkerung unter Landmangel, was zu einer Auswanderungsbewegung führte.1848 wurde Sulzfeld von den Flammen der Revolution erfasst. Eine große Schar von Bürgern zog vor das Schloss des Freiherrn von Göler (heutiges Rentamt), drangen ein und verwüsteten die Einrichtungen. Die am Aufstand Beteiligten wurden später dafür hart bestraft.

Für die wirtschaftliche Entwicklung Sulzfelds waren das Vorkommen von Gipskeuper und Keupersandstein von großer Bedeutung. Die Gewinnung von Gipsstein als Düngemittel war bis Ende des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Verdienstzweig der Bevölkerung. Der Abbau und die Bearbeitung des Sandsteins erreichte nach dem Bau der Kraichgaubahn 1879 ihren Höhepunkt. Namhafte Bauten in Karlsruhe und Freiburg zeugen noch von der hier einst blühenden Steinindustrie. Die Ansiedlung von Industriebetrieben nach dem Zweiten Weltkrieg führte zu einem Wandel in der bis dahin stark landwirtschaftlich geprägten Struktur der Gemeinde. Die dadurch neu geschaffenen Arbeitsplätze hatten einen Anstieg der Einwohnerzahl zur Folge. Neubaugebiete mussten erschlossen werden. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts entstand rund um das Rathaus ein neues Ortszentrum mit Infrastruktureinrichtungen und Ladengeschäften. Sulzfeld präsentiert sich heute als eine moderne Gemeinde mit hoher Lebensqualität.

Sehenswertes

Burg Ravensburg

Die Ravensburg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist im wesentlichen in der ursprünglichen Form erhalten. Heute beherbergt sie ein Restaurant. Der Bergfried ist begehbar. Von hier aus kann man auch eine herrliche Aussicht über die Hügellandschaft des Kraichgaus genießen.

Rathaus

Das Sulzfelder Rathaus wurde 1609 erbaut. Für den kleinen Ort wirkt es recht monumental, was der Gunst Julius Echters zu verdanken ist. Baumeister war Peter Meurer aus Kitzingen. Die beiden Portale sind effektvoll umrahmt. Die Ratsstuben sind original holzvertäfelt. Vor dem Rathaus steht eine Mariensäule aus dem Jahr 1724.

Pfarrkirche St. Sebastian

Der netzgewölbte Polygonalchor der katholischen Pfarrkirche St. Sebastian wurde zwischen 1482 und 1491 errichtet. Das Langhaus wurde 1602 nachgotisch umgebaut. Das Portal stammt aus dem Jahre 1710. Auf dem Hochaltarblatt ist das Sebastiansmartyrium zu sehen (1680). An der Außenwand befinden sich einige sehenswerte Epitaphien. Im Pfarrhof steht eine Figur des Heiligen Sebastian.

Bürgerhaus

Das Bürgerhaus in der ehemaligen Schule beherbergt das Heimatmuseum und die Galerie des Kulturkreises, in der Ausstellungen mit Werken zeitgenössischer Künstler stattfinden.

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