1.04 Volkach  – Deutschland – Bayern – Kreis Kitzingen – Mainschleife
Giebelhäuser Tilman Riemenschneider Wallfahrtskirche St. Maria im Weingarten Pfarrkirche St. Bartholomäus Marktplatz Rathaus Schelfenhaus Museum Bocksbeutelstraße Bauwerken Baukunst Feiern Schlemmen Gastfreundschaft Weinkauf Essen Weinkeller Weindörfer Wild Fisch Angebot Altmain Jahreszeit Märkte Festveranstaltungen Frühjahrsmarkt Spargelmarkt Altstadtfest Fischmarkt Weihnachtsmarkt Konzerte Franken Stadtbefestigung Rebhängen  Fest Kirche Riemenschneiders Fachwerkbauten Sandsteinbrunnen

Stadt Volkach und Umgebung

Volkach liegt am Rand einer engen, landschaftlich sehr reizvollen Mainschleife und an der Bocksbeutelstraße. Bekannt ist das Landstädtchen für seinen Wein, seinen Spargel, aber auch als Sitz der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Mit schönen Stadttoren und hervorragend restaurierten Giebelhäusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert bietet es ein Bild behäbigen Bürgerwohlstands. In vielen Bauwerken ist die barocke Baukunst Balthasar Neumanns verewigt. Auch Tilman Riemenschneider hat sich hier ein künstlerisches Andenken bewahrt.

Volkach bildet den Mittelpunkt einer weinfrohen Region, die ganzjährig zum Feiern, Schlemmen und Genießen einlädt. Gastfreundschaft ist beim Weinkauf, beim Essen oder Schöppeln in einem der zahlreichen Gastronomiebetriebe oder Weinkeller jederzeit erlebbar. Die Weindörfer rund um Volkach sind perlenartig aufgereiht und laden zum Entdecken ein. Besonderheit der regionalen Küche sind Spargel, Wild und Fisch. Für ein reiches Angebot an Süßwasserfischen sorgen der naturnahe Altmain und gepflegte Teichanlagen. Zu jeder Jahreszeit finden in Volkach zahlreiche Märkte und Festveranstaltungen statt, darunter der Frühjahrsmarkt, der Spargelmarkt, das Altstadtfest, der Fischmarkt und der Weihnachtsmarkt. Zum kulturellen Angebot zählen auch Konzerte verschiedener Art.

Zur Geschichte

Die Geschichte der Mainschleife geht zurück auf die Kelten. Später siedelten hier die Römer bis die aus dem Westen kommenden Franken Landschaft und Menschen prägten. Der in einer Urkunde von 906 erwähnte Ort Folkaha (Volkach) wurde 899 von König Arnulf dem Kloster Fulda geschenkt. 1190 gelangte er in den Besitz der Grafen zu Castell. Die Stadtrechte erhielt Volkach 1258. Da die Grafen zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, konnte das Hochstift nach und nach die Stadt aufkaufen. Ab 1520 war es Alleinbesitzer von Volkach. Die mittelalterliche Stadtbefestigung wurde zwischen 1540 und 1600 auf Geheiß des Würzburger Hochstifts modernisiert und ausgebaut. Neben wenigen Resten sind davon noch zwei Tortürme erhalten.

Sehenswertes

Wallfahrtskirche St. Maria im Weingarten

Die Wallfahrtskirche St. Maria im Weingarten erhebt sich auf der Kuppe einer Anhöhe außerhalb des Ortes, umgeben von Rebhängen. Zu ihr gelangt man über einen steilen, von Kreuzwegstationen gesäumten Pfad. Das Gotteshaus wurde zwischen 1450 und 1520 errichtet. Ziel der Wallfahrten ist das Gnadenbild, eine Holzplastik aus dem 14. Jahrhundert. Die Pieta zeigt Maria, wie sie den ausgemergelten Leichnam ihres Sohnes mit der blutverkrusteten Seitenwunde in ihrem Schoß hält. Seit 1423 pilgern alljährlich die Gläubigen zum Fest der Schmerzen Mariens zu diesem Vesperbild. Den größten Schatz der Kirche bildet aber die unter dem Chorbogen schwebende Rosenkranzmadonna, eines der bedeutendsten Werke Tilman Riemenschneiders. Seit 1524 hängt sie in der Kirche. In der Barockzeit wurde sie grellbunt angemalt. 1954 wurde sie aber im Zuge einer Renovierung wieder in ihren ursprünglichen Zustand gebracht. 

Außer den beiden erwähnten Kunstwerken birgt die Kirche eine um 1520 entstandene Anna Selbdritt, ein spätgotisches Kruzifix aus der Zeit um 1500 sowie ein 1935 freigelegtes großflächiges Christophorus-Fresko aus der Erbauungszeit der Kirche. Die Rosenkranzmadonna, die Pieta und die Anna Selbdritt wurden 1962 Opfer eines Diebstahls. Die Kunstwerke konnten aber teilweise unter mysteriösen Umständen zurückerworben werden.
Vom Friedhof der Kirche kann man einen schönen Ausblick auf Volkach und einen Teil der Mainschleife genießen.

Pfarrkirche St. Bartholomäus

Die spätgotische katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Sie wendet der Straße ihre Apsis zu. Der ockerfarbene Sandstein zeigt interessante Maserung. Seitlich an die Apsis ist der Turm angefügt, an dessen unteren Geschossen Wappenschilde prangen. Der Innenraum der Kirche erfuhr im 18. Jahrhundert eine barocke Umgestaltung.

Marktplatz/Rathaus

Die wohlhabende Bürgerlichkeit Volkachs spiegelt sich in seinen Häusern wider, vor allem in dem hohen fränkischen Rathaus mit doppelläufiger Freitreppe. Das Portal im ersten Stock ist überdacht von einem säulengetragenen Erker mit Spitzhelm.
Den Marktplatz umgeben stattliche Fachwerkbauten. In der Mitte erhebt sich der achteckige Sandsteinbrunnen von 1488, den die goldene Figur der Maria Immakulata von 1720 krönt.

Schelfenhaus

Das spätbarocke Schelfenhaus, ein stattlicher Bau in Rot und Weiß mit schmuckreichem Portal, steht einige Schritte rechts querab der Hauptstraße. Erbaut wurde es in den Jahren 1719 und 1720 von dem Kaufmann Johann Georg Adam Schelf. Die Innenräume tragen schöne Stuckdecken. Heute beherbergt es das besuchenswerte Heimatmuseum. Der glanzvolle Rahmen des Schelfenhauses steht auch für Weinproben jeder Art für Gruppen nach Anmeldung zur Verfügung.

Museum Kartause Astheim

In Astheim, gegenüber Volkach auf der anderen Mainseite, wurde 1409 die Kartause Marienbrück gegründet. Von den Klostergebäuden haben die Kirche mit dem Lettner, der Zwischenbau mit der Johanniskapelle und das alte Priorat die Auswirkungen der Säkularisation überstanden. Das aufwendig restaurierte Ensemble nutzt die Diözese Würzburg seit 1999 als Museum für christliche Bildgeschichte und präsentiert in den 17 historischen Räumen über 600 Kunstwerke des 14. bis 19. Jahrhunderts.

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1 Bamberg – Randersacker

2 Würzburg – Marktheidenfeld

3 Wertheim – Niedernberg

4 Aschaffenburg – Frankfurt

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