1.08 Ochsenfurt – Deutschland – Bayern – Kreis Würzburg – Franken
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Die Stadt Ochsenfurt

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  • 2 Stunden Mainrundfahrt Kitzingen – Dettelbach und zurück
  • 3 Stunden Mainrundfahrt Kitzingen – Marktbreit und zurück
  • 4 Stunden Mainrundfahrt Marktbreit – Kitzingen – Dettelbach
  • 5 Stunden Mainrundfahrt Ochsenfurt – Marktbreit – Kitzingen
  • 6 Stunden Mainrundfahrt Ochsenfurt – Marktbreit – Kitzingen – Dettelbach

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Ochsenfurt, an der Südspitze des Maindreiecks im Herzen des Frankenlandes gelegen, ist ein freundliches Winzerstädtchen. Über 12 Jahrhunderte war ein Flussübergang durch den Main Basis für Handel und Gewerbe, aber auch bestimmend für die wechselvolle Geschichte der Stadt. Diese Furt für Ochsen gab der Stadt auch den Namen. Warum das Wappentier aber gerade ein halber Ochse ist, bleibt ein Geheimnis, um das sich eine Reihe von Sagen rankt.

Erstmals erwähnt wurde Ochsenfurt 752 als Klostergründung des Missionars Bonifatius. Seine Begleiterin, die Heilige Thekla, berief er zur Äbtissin des Frauenklosters. Lange existierte dieses Kloster nicht, aber der Ort blieb bis 1803 im Besitz der Kirche. Von 1295 an war er in der Hand des Würzburger Domkapitels. Ochsenfurt war ein reicher Ort, denn er lag an der wichtigen Handelsstraße, die von Italien über Nürnberg nach Frankfurt führte. Der Handel mit Wein, Holz und Salz brachte gehörigen Wohlstand, von dem noch heute die großen und reich verzierten Fachwerkhäuser der Bürger Zeugnis ablegen. Als Ochsenfurt 1291 das Stadtrecht erhielt, schützte eine Mauer mit vielen Türmen und stolzen Toren bereits über 100 Jahre seine Einwohner. Im 16. Jahrhundert wurde sie verstärkt, und so ist sie bis heute erhalten. Mit ihren Türmen, die abwechselnd gotisch spitze und barock ausladende Helme tragen, vermittelt sie ein Bild trutziger Wehrhaftigkeit.

Auf ganz eigenständige Weise konnte sich die mittelalterliche Altstadt Ochsenfurts den Zauber und Charme einer altfränkischen Bürgerstadt bis auf den heutigen Tag bewahren. Ein wunderschönes Bild präsentiert sich dem Besucher, wenn die Sonnenstrahlen sich in den Butzenscheiben der Bürgerhäuser spiegeln und die Madonnen an den Hausgiebeln in helles, weiches Licht getaucht sind. Ruhe und Entspannung findet der Gast bei einem Spaziergang durch den Stadtgraben, der alte Zeiten neu erwachen lässt und so zu einem romantischen Erlebnis wird. Mit Leben erfüllt ist der Stadtgraben nicht nur bei mittelalterlichen Kinderspielen, sondern auch beim Flohmarkt während des Altstadtfestes. Beim traditionellen, jährlichen Ochsenfest steht das Wappentier im Mittelpunkt des Geschehens. Schmackhaft zubereitet wird der Ochse unter herbstlicher Sonne in der historischen Altstadt verspeist. Bei historischen Festen und Umzügen gibt die Festtagstracht mit ihren prunkvollen Stickereien und der dazugehörigen, aufwendigen Zopffrisur der Frauen Zeugnis lebendiger Tradition. Dies gilt insbesondere beim Pfingstritt zur nahe gelegenen Wolfgangskapelle. Weltlicher Rahmen ist das Bratwurstfest mit seinem "Nationalfeiertag" am Dienstag nach Pfingsten. Am Nachmittag ist ganz Ochsenfurt im Festzelt versammelt. Die Läden sind geschlossen.

Kunstvolle Gasthausausleger, Wegweiser fränkischer Gastronomie, führen den Gast an einen reich gedeckten Tisch. Herzhafte Kost und kulinarische Spezialitäten verwöhnen Auge und Gaumen eines jeden Feinschmeckers. Bei einem kühlen Bier der beiden ortsansässigen Brauereien oder einem edlen Tropfen Frankenwein vom Kleinochsenfurter Herrenberg erfährt der Besucher dann noch allerhand über Land, Leute und Geschichte. Kunst, Kultur und Vergangenheit sind lebendig in Ochsenfurt.

Aber auch die umliegende Landschaft hat ihren Reiz: sonnenbeschienene Weinberge, Muschelkalktäler und die weiten Ebenen des fruchtbaren Ochsenfurter Gaus prägen diese Kulturlandschaft zusammen mit dem Main. Auf dessen "Hin- und Herschlendern", das er der Sage nach einem kleinen Rausch verdankt, sind die lebhaften Flussschleifen und obstbaumbestandenen Talbreiten zurückzuführen. Wald- und Naturschutzgebiete geben jedem, der Ruhe und Entspannung sucht, die Möglichkeit zu ausgedehnten Spaziergängen, Wander- und Radtouren auf gut ausgebauten Wegen. Ein breit gefächertes Sportangebot, das neben Reiten und Tennis auch Wassersportarten einschließt, Camping- und Grillplätze sowie kulinarische Bildungsangebote wie das Bierseminar und Weinproben runden Freizeit- und Erlebnismöglichkeiten in dieser malerisch-romantischen Landschaft ab.

Sehenswertes

Neues Rathaus

Das eindrucksvollste Bauwerk in Ochsenfurt ist zweifelsohne das Neue Rathaus. Trotz seines Namens ist es schon fast 500 Jahre alt (1520 erbaut). Es schließt die Ostseite des Marktplatzes ab. Die Freitreppe mit gotisch-graziler Maßwerkbalustrade überdacht das Narrenhäuschen und führt ins Innere des Gebäudes. Dort zeigt sich alte Ratsherrentradition in den an Holzdecken und Wandvertäfelungen reichen Räumen. 

Das Narrenhäuschen ist eine Art Verschlag, der früher zur Ausnüchterung allzu fröhlicher Zecher diente. Möglicherweise fielen auch manchmal diejenigen darunter, die oben im Rathaus den "Eulenhumpen" oder den "Kauzen" geleert hatten, ein drei Liter fassender Humpen, der ohne Abzusetzen in einem Zug ausgetrunken werden musste, damit dem trinkfesten Zecher anschließend die Ehre zuteil wurde, sich im "Kauzenbuch" verewigen zu dürfen. Dieser Brauch wurde zwischen 1611 und 1802 gepflegt.

Das Lanzentürmchen an der Frontseite des Rathauses mit seiner figürlichen Spieluhr mahnt den Betrachter stündlich an die weltliche Macht des Bürgermeisters und an die menschliche Vergänglichkeit. Über den beiden großen Zifferblättern der Uhr, die Stunde, Datum und Mondphase anzeigen, rennen beim Glockenschlag zwei Ochsen mit den Hörnern aufeinander los, die an den Namen der Stadt erinnern. Darunter beginnt das Knochengerippe des Todes mit dem Kopf zu nicken und dreht das Stundenglas in der linken Hand um, während es in der rechten mit dem Todespfeil droht. Ihm zu Füßen wiederum hebt der Kopf des Bürgermeisters zu einer lautlosen Rede an und zu beiden Seiten steckt je ein Ratsherr lauschend den Kopf durch das Fenster heraus.

Kirche St. Andreas

Schräg gegenüber dem Rathaus befindet sich die Stadtpfarrkirche St. Andreas. Mit dem Bau des Gotteshauses wurde um 1280 begonnen. Das gotische Schiff mit reichem Maßwerkschmuck war 1390 vollendet. Die Kapellen entstanden gegen Ende des 15. Jahrhunderts, die Johann-Nepomuk-Kapelle im 18. Jahrhundert. Sehenswert sind unter anderem der dreiteilige Renaissance-Hochaltar aus dem Jahre 1612 und das spätgotische Chorgestühl. Die Holzfigur des Heiligen Nikolaus wird Tilman Riemenschneider zugeschrieben. Das schwere, achtseitige Bronzetaufbecken, das reich mit Figurenreliefs geschmückt ist, stammt aus der Werkstatt Peter Vischers.

Michaelskapelle

Einige Meter von der Pfarrkirche abgerückt ist die turmlose Michaelskapelle (1440) mit ihrem reichen Westportal zu sehen. Sie war in früherer Zeit eine Friedhofskirche. Den Andachtsraum zieren eine Muttergottes aus Sandstein (um 1450) und zwei ausdrucksvolle Holzfiguren, St. Michael und St. Sebastian. Das Untergeschoss dient heute als Kriegergedenkstätte.

Palatium

Die Silhouette des ehemaligen Palatiums, das einst dem würzburgischen Domkapitel gehörte, ist sehr eindrucksvoll. Im früheren Wohnhaus des Stadtschultheißen, einem in der Renaissance veränderten Bau mit vorgesetztem Treppenturm, ist das Stadtarchiv eingerichtet. Der mächtige Hauptbau, vor 1295 erbaut und zwischen 1405 und 1493 erneuert, beherbergt das Landratsamt.

Schlössle / Heimatmuseum

Direkt an der Alten Mainbrücke steht das Schlössle, ein schmaler Bau mit Staffelgiebel aus dem 13. Jahrhundert. Die Hochwassermarken an seinen Außenkanten zeigen, wie sinnvoll die Errichtung des Maindeichs gewesen ist. In dem Gebäude ist ein Teil des Heimatmuseums untergebracht. Es informiert den Besucher über die Aufgaben des Rathauses seit dem 13. Jahrhundert, den historischen Weinbau, das Büttnerhandwerk und vor allem über das Zunftwesen. Die Trachtenabteilung befindet sich etwas entfernt in der Spitalgasse in einem kleinen Barockgebäude von 1717. Hier steht die prächtige Ochsenfurter Gautracht mit ihren vielen Variationen im Mittelpunkt.

Freilichtschmiede

Die Freilichtschmiede zeugt von einem einst bedeutsamen Handwerksberuf. Hier wird aber auch die Erinnerung an den "Schmied von Ochsenfurt" wach gehalten. Aus dem Dunkel zwischen Historie und Legende taucht die sagenumwobene Gestalt des Hans Stock auf, der mit dem Heer Konradins nach Italien zog und nach dem Tod des Hohenstaufers das geschlagene Ritterheer in die Heimat zurückgeführt haben soll.

Ausflugsziele

In der Umgebung von Ochsenfurt gibt es eine ganze Reihe interessanter Ausflugsziele. Behagliche Winzerorte mit engen Gassen und krummgiebeligen Fachwerkhäusern, weitläufige Klosteranlagen sowie barocke Bildstöcke und Denkmäler verweisen auf die Kunstfertigkeit der Bewohner dieses Landstriches.
In unmittelbarer Nähe liegt die St. Wolfgangskapelle, Ziel des alle zwei Jahre stattfindenden Pfingstritts. 
Schon von weitem kann man in westlicher Richtung die mächtige Anlage des ehemaligen Kartäuserklosters in Tückelhausen erkennen. 
Marktbreit mit seinem romantischen Malerwinkel, Frickenhausen mit seinen gastfreundlichen Winzerhöfen, Sulzfeld mit der berühmten Meterbratwurst oder Eibelstadt mit seinem großzügig angelegten Marktplatz laden zu einem Besuch ein. 
In 20 Auto-Minuten ist man von Ochsenfurt aus in Würzburg. Lediglich eine gute halbe Stunde dauert die Fahrt ins mittelalterliche Rothenburg ob der Tauber.

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1 Bamberg – Randersacker

2 Würzburg – Marktheidenfeld

3 Wertheim – Niedernberg

4 Aschaffenburg – Frankfurt

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Stand: Friday, 08. April 2016
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