2.07 Rothenfels – die kleinste Stadt Bayerns – FrankenMain-Spessart-Kreis
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Stadt und Geschichte Rothenfels

Rothenfels mit dem Stadtteil Bergrothenfels, die kleinste Stadt Bayerns, ist ein romantischer Ort am Main. Er liegt zu Füßen der trutzigen Burg Rothenfels, inmitten des Spessarts und einer herrlichen, frischen, teilweise noch unberührten Landschaft. Lärmgeplagte Städter, Wanderfreunde, Naturliebhaber und ganz einfach Erholung Suchende kommen hier auf ihre Kosten. Gut markierte Wanderwege laden ein zu Streifzügen durch den Spessart. Durch seine zentrale Lage sind in wenigen Autominuten bekannte Orte wie Würzburg, Wertheim, Miltenberg und Schloss Mespelbrunn leicht zu erreichen.

Um das Jahr 1050 entstand im heutigen Stadtgebiet von Rothenfels, das zum Landsitz des Klosters Neustadt gehörte, eine Fischersiedlung. Um 1148 erbaute der fränkische Adelige Marquard II. von Grumbach, Vogt der Abtei Neustadt, auf dem „Rothenfels“ über dem Main eine feste Burg. Von dieser Anlage sind die Türme und die Ringmauer der Innenburg noch erhalten. Als 1243 die Familie von Grumbach ausstarb, kam die Burg an die Grafen von Rieneck. Als auch dieses Adelsgeschlecht ausgestorben war, ging Burg Rothenfels nach mehreren Verpfändungen 1333 an das Fürstbistum Würzburg über. Die Anlage wurde Sitz eines fürstbischöflichen Amtmannes und Verwaltungs- und Gerichtssitz für das umliegende Land. Neun Jahre später wurde Rothenfels in einer Urkunde zum ersten Mal Stadt genannt. Der Ort entwickelte sich zu einem aufstrebenden Handwerker- und Gewerbestädtchen. Ende des 15. Jahrhunderts baute man um Rothenfels eine Stadtmauer. 

Unter der Regierung der Fürstbischöfe Lorenz von Bibra und Konrad von Thüringen (1500 bis 1525) erhielt die Burg neue weitläufige Wohn- und Verwaltungsflügel. Kurz vor dem Ende des Bauernkrieges 1525 wurde sie angezündet, bald danach aber wieder in Stand gesetzt. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erlebte die Stadt Rothenfels eine gewisse Blüte. Schöne Fachwerkhäuser entstanden, die Stadttore wurden neu gebaut und 1599 das Rathaus errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg fiel das Frankenland an die Schweden. Burg Rothenfels diente als Heeresdurchgangslager. 

Mit der Säkularisation des Fürstbistums Würzburg 1803 kamen Burg und Amt Rothenfels an das fürstliche Haus Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Zehn Jahre später wurde die Stadt bayerisch. Zwischen 1836 und 1844 wurden die Stadttore abgerissen. 1919 erwarb der "Verein der Quickbornfreund", ein katholischer Zweig der deutschen Jugendbewegung, die Burg Rothenfels und baute sie zum Zentrum seiner Tagungen aus. Später nannte sich der Verein "Vereinigung der Freunde von Burg Rothenfels e.V.".

Sehenswertes

Burg Rothenfels

Die wehrhafte Marquardsburg ist heute noch deutlich erkennbar: Bergfried, Südturm und der Stumpf des runden Westturms stammen aus der staufischen Zeit. Die alte Ring- und Schildmauer der Innenburg diente später als Rückwand der gotischen Wohngebäude. Heute ist die Burg Heimvolkshochschule, Tagungstätte und eine große Jugendherberge, die dem Deutschen Jugendherbergswerk angeschlossen ist. 180 Übernachtungsplätze stehen zur Verfügung. Eine ausreichende Zahl von Arbeitsräumen (20) und Speisesälen (4) bietet den angemessenen äußeren Rahmen für eine zeitgemäße Tagungs- und Jugendarbeit. Für Gruppen und Verbände eignet sich die Burg Rothenfels für Tagungen und Musikfreizeiten. Die Jugendherberge ist ein idealer Ort für Landschulheimaufenthalte, Jugendfreizeiten und Mitarbeiterfortbildungen. Als Heimvolkshochschule bietet Burg Rothenfels vielfältige Veranstaltungen.

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Der Chor der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt stammt aus der Zeit kurz vor 1450. Der Langhaussaal mit gotisierenden Fenstern und einem dekorativen Netzgewölbe wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Der Kirchturm entstand erst 1750. Das Gotteshaus besitzt keinen Haupteingang. Die drei Eingangstüren tragen das Wappen von Julius Echter. Wegen der anstoßenden Stadtmauer war eine Hauptfassade nicht möglich. 

Im Innern bietet die Kirche einiges an Sehenswertem. Ein neugotischer Hochaltar verdrängte 1858 einen herrlichen Barockaltar, von dem noch das Lamm über dem Tabernakel stammt. Die zwei anbetenden Engel stiftete der Schöpfer des Altaraufbaus. Die Hauptfigur des Hochaltars ist die Marienstatue. Außerdem erkennt man auch die Statuen der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Die Figur des Heiligen Joseph am linken Seitenaltar wurde 1864 von dem Kunstbildhauer Riedmiller in München gefertigt. Auf dem gleichen Altar befinden sich auch die Statuen des Heiligen Sebastian und des Heiligen Valentin. Der rechte Seitenaltar hat als Hauptfigur St. Nikolaus. Seitlich davon sind der Heilige Rochus und der Heilige Aquilinus dargestellt. In den Mittelgiebeln der drei Altäre sind entsprechend kleine Figuren aufgestellt: im Hochaltar Christus, auf den Seitenaltären Franziskus und Antonius.

Die Hauptsehenswürdigkeit der Kirche ist das Sakramentshäuschen. Es stammt von Nikolaus Lenkhart, einem Bildhauer aus Bamberg. Der Stifter ist Philipp Christoph Echter von Mespelbrunn. Der am Fuße kniend betende Franziskus soll die Zugehörigkeit der Stifter zum Dritten Orden bekunden. Der bekrönende Pelikan soll hier nicht nur den eucharistischen Heiland versinnbildlichen, sondern auch den Heiligen Geist, da Christus mit dem Kreuz und Gott Vater mit der Weltkugel mit ihm in der selben Senkrechten stehen. Die vier Evangelisten mit ihren Symbolen zur Seite sind sehr ausdrucksvoll gearbeitet. Die Latein-Inschrift am oberen Gesims lautet auf deutsch: "Kommet alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken."

Die fünf Figuren der Kanzel stellen Personen dar, die mit dem Predigeramt in Verbindung stehen: Johannes der Täufer trägt in der linken Hand auf einem Buch ein Lamm und weist mit dem rechten Zeigefinger auf das "Lamm Gottes". Maria reicht das "Wort Gottes" auf ihrem Arm dar. Franziskus steht in der Mitte und hebt das Kreuz, das Zeichen des christlichen Glaubens, empor. Desweiteren sind Dominikus als Gründer des Predigerordens und der Apostel Jakobus als Vertreter der ersten, von Christus gesandten Prediger dargestellt. Zu sehen sind auch die vier großen Kirchenväter (Augustinus, Hieronymus, Gregorius und Ambrosius). Sehenswert sind auch der Taufstein mit einem Zierwerk der Spätrenaissance und die verschiedenen Grabdenkmäler.

Main - Weißer Main, Roter Main bis zur Mündung in den Rhein

1 Bamberg – Randersacker

2 Würzburg – Marktheidenfeld

3 Wertheim – Niedernberg

4 Aschaffenburg – Frankfurt

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